Shooting Kai Diekmann

Als ich letzte Woche kurzfristig eine Anfrage der belgischen Zeitung De Morgen bekam, ob ich für sie Kai Diekmann (Chefredakteur bei BILD) porträtieren würde, habe ich geschluckt. Will ich das? Darf ich das? Selbstredend stehe ich der BILD äußerst kritisch gegenüber, die Gründe dafür muss ich wohl nicht erläutern. Ich fragte also nach, welches Thema der Artikel haben werde. Die Antwort kam schnell, sinngemäß zusammengefasst: man sei über die Wende der BILD in der Berichterstattung über Flüchtlinge überrascht und wolle über die Gründe dafür reden. Ich sagte zu.
Ich traf den Journalisten vorm Gebäude, und war beim 60-Minütigen Interviewtermin dabei, genau wie zwei Assistenten, die beide das Interview aufzeichneten und in Windeseile mal ganze Akten-Ordner, mal schnell angefertigte Ausdrucke mit Statistiken brachten, um Aussagen oder Gegenaussagen Diekmanns umgehend zu belegen. Am Ende blieben mir zwei Minuten für Porträts und die Gewissheit, dass es richtig war, diesen Job anzunehmen. Habe ich mich dabei wohlgefühlt? Eher nicht. Habe ich dabei etwas gelernt? Ja. Und damit meine ich nicht nur, dass ich einen kleinen Einblick in die Argumente und Handlungen Diekmanns bekam, sondern auch, dass es wichtig und richtig ist, sich auch mit Personen auseinanderzusetzen, sie zu porträtieren – auch wenn man sich sicher kein Poster mit ihrem Gesicht aufhängen würde.

Wer sich die Fotos ansehen möchte, bitte hier entlang: Kai Diekmann

Ich wurde von Strichpunkt Design beauftragt, für das Magazin der Autostadt Menschen zu portraitieren, die anderen Menschen helfen: Polizistin, Lehrer, Altenpflegerin, Hebamme und Sozialarbeiter.
Dieser Job hab mir riesigen Spaß bereitet. Ich war...

Ich wurde von Strichpunkt Design beauftragt, für das Magazin der Autostadt Menschen zu portraitieren, die anderen Menschen helfen: Polizistin, Lehrer, Altenpflegerin, Hebamme und Sozialarbeiter.
Dieser Job hab mir riesigen Spaß bereitet. Ich war davor noch nie in einer Polizeiwache, habe Bezirke Berlins zum ersten Mal gesehen, betrat mal wieder eine Grundschule…

Das Ergebnis gibt’s nun online hübsch aufbereitet anzusehen, mit Text und Audio. Tausend Dank an das Team von Strichpunkt und die Porträtierten.

Die Hüter des sozialen Friedens

Für Spiegel Wissen durfte ich einen Artikel zum Thema Langeweile bebildern. Zusammen mit Bildredakteur Thorsten Gerke habe ich mir das Köpfchen zerbrochen, wie man Langeweile am plakativsten darstellt. Ich habe neue Fotos produziert und mein Archiv...

Für Spiegel Wissen durfte ich einen Artikel zum Thema Langeweile bebildern. Zusammen mit Bildredakteur Thorsten Gerke habe ich mir das Köpfchen zerbrochen, wie man Langeweile am plakativsten darstellt. Ich habe neue Fotos produziert und mein Archiv nach geeigneten Fotos durchsucht und am Ende schafften es acht Motive in das wunderbar langweilige Layout.
Im Portfolio gibt’s alle Seiten zu sehen. 
Spiegel Wissen 04/15 ist seit heute im Handel. 

Vor ein paar Wochen traf ich mich mit meinen Freunden von Großstadtgeflüster. Beste Leute überhaupt, das muss man einfach sagen. Jedenfalls hatten wir im Vorhinein beschlossen, dass wir am Konzept der vor zwei Jahren entstandenen Fotos nichts ändern wollten. Es spricht ja auch wirklich ziemlich wenig dagegen, sich einfach zu treffen, ein paar gekühlte Getränke zu geniessen, und abzuwarten, was passiert. Die Serie ist leicht zensiert. Mehr hier: Großstadtgeflüster.